TrioBike? Cabby? Bakfiets? Bullit?

Und wer es glaubt, bekommt einen Preis. Einen schönen, funkelnden, glänzend polierten Preis. Was man dafür glauben muss? Weiß ich nicht. Sonst hätte ich ja selbst einen Preis bekommen und müsste hier nicht zu später Stunde bloggen.

Vor über zwei Jahren habe ich bereits das Gazelle Cabby angeschafft. Das ist ein Lastenfahrrad, ein Bakfiets, ein Long John, ein Cargobike – es gibt verschiedene Namen dafür. Im Grunde ein normales Hollandrad, nur dass statt einem Vorderrad eine komfortable Kiste mit Sitzbank an der Lenkstange sitzt, das Vorderrad ist etwas kleiner als üblich und hängt vor eben jener.

In dieser Stadt in der ich lebe gibt es mindestens ein weiteres Gazelle Cabby, mindestens zwei Bakfietsen von bakfiets.nl, mindestens zwei Babboe Dreiräder, mindestens zwei Räder im Long John Stil von No Name Herstellern und mindestens ein Bullit Cargobike. Das sind nur die, die ich persönlich schon sicher gesehen habe und an die ich mich jetzt gerade erinnere. Die Dunkelziffer dürfte also noch ein wenig höher sein, wenn auch nicht ganz so hoch wie beispielsweise in Kopenhagen, wo es zehntausende Lastenräder geben soll.

Dennoch bleibt das Cabby ein Hingucker. Pro Ausfahrt werde ich mindestens einmal bewundernd angesprochen, ganz egal, ob ich nun mit Kind oder nur mit Last unterwegs bin. Nicht weniger als vier Fußgänger bleiben pro Tag stehen, wenn ich vorbei fahre und machen unüberhörbar positive Kommentare gegenüber ihren Begleitungen. Nicht selten treten Männer an mich heran, bewundern die Konstruktion und trauen mir manchmal sogar zu, das Rad selbst gebaut zu haben. Auto-, Rad- und Busfahrer sehen dem Cabby hinterher und eigentlich ist es ein Wunder, dass im Fahrwasser des blauen Flitzers noch kein Unfall entstanden ist.

Nicht, dass es mich nervt. Es trainiert schon mal für die Zeit, wenn ich es mit der Musik zum Popstar gebracht haben werden (Muhahaha!). Dennoch bleibt der Gedanke nicht aus: ich müsste doch Profit aus der ganzen Situation schlagen können. Wo ich doch nun auch noch in der autofreien Siedlung wohne.

Vor über zwei Jahren habe ich daher bereits ein Blog aufgesetzt: „Mit dem Cabby durch Münster“. Ich habe es schön layoutet, habe Beispieleinträge mit Bildern verfasst und eine wohlformulierte E-Mail an die Werbeagentur von Gazelle sowie an die Firma selbst geschickt. Mein Angebot war: für eine Art Vollkaskoversicherung für mein Cabby würde ich fortgesetzt über die Erlebnisse mit dem Rad bloggen. Gazelle müsste lediglich für die Reparaturen am Hauptdarsteller aufkommen – und da sie von der Qualität ihrer eigenen Produkte eigentlich überzeugt sein müssten, dürfte das kein großes Hindernis für sie sein.

Die Tatsache, dass ich euch hier keinen Link zu diesem Blog präsentieren kann, nimmt das Ende vorweg. Gazelle erwies sich als wenig innovationsfreudig und mutig. Kein Interesse. Kein Wunder, wenn man den restlichen Markenauftritt betrachtet.

Ich rufe Gazelle hiermit auf – und vielleicht werde ich das in den nächsten Tagen auch noch mal direkt tun – mein Angebot noch mal abzuwägen. Freilich müssten sie mittlerweile die aktuelle Version des Cabby als Bon Bon obendrauf legen, allein schon wegen der Farbe. Aber auch, weil das blaue, bereits in meinem Besitz befindliche, vielleicht schon bald Gegenstand der Experimentierfreude des örtlichen Fahrradschraubers wird: die abnehmbare Transportkiste soll Räder erhalten, so dass sie autark als Schiebewagen fungieren kann. Ich könnte das nicht, aber der Bastler hat sich die Konstruktion bereits angesehen und grünes Licht gegeben.

Aber auch andere Hersteller – zum Beispiel die dänischen Superhelden, die das Triobike V2 bauen (LECHZ! … LECHZ!) – mögen sich aufgerufen Fühlen, hier zu investieren. Junger Familienvater, ausgebildeter Mediengestalter, seit über acht Jahren in der Werbung, kurzum, ein Top-Typ. Spread the word.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Belanglosigkeiten

Eine Antwort zu “TrioBike? Cabby? Bakfiets? Bullit?

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