Syrien

Mit Sorge beobachte ich dieser Tage die Entwicklung in Syrien. Vor nicht einmal drei Jahren sind Fisch Fasch und ich noch durch das Land gereist und haben unglaublich freundliche Menschen dort getroffen.

Politisch gesehen war Syrien natürlich auch schon damals ein Regime, aber uns Touristen hat sich die totalitäre Fratze nicht gezeigt. Ein wenig schimmerte sie durch, als wir in Damaskus aus einem Internet-Café flogen, weil wir per Skype Festnetznummern anriefen. Oder als wir bei einer Gruppe junger Studenten zum Abendessen zu Gast waren und nach einem vergnüglichen Abend beim Abschied ganz beiläufig gebeten wurden, mit niemand fremden über diesen Abend zu sprechen.

Bislang sollen bereits über 400 Menschen gestorben sein. Das ist bestürzend. Die Geschichte zeigt uns, zu was das syrische Regime bereit ist: 1982 wurden die Stadt Hama – die wir ebenfalls besuchten – von der syrische Armee systematisch abgeriegelt und dann aus der Luft angegriffen. Dabei wurden zwischen 20.000 und 30.000 Menschen ausgelöscht. Die Stadt galt damals als Hochburg der oppositionellen Muslimbruderschaft.

Ich bete alle Gebete, die ein Atheist hat, dass sich so etwas nicht wiederholen möge.

Unser Reisebericht ist im übrigen online: http://reisebericht.syrien.lubux.com

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