Ich bin doch bekloppt

Na, erinnert ihr euch noch? Vor ein paar Wochen schrieb ich vollmundig von der Schlange, die sich vor dem Gravis anlässlich der Veröffentlichung des zweiten iPads gebildet hatte und davon, dass ich mich selbst niemals in diese Schlange stellen würde.

Ich darf verkünden: bis heute habe ich das auch nicht getan.

Dennoch: was beim ersten iPad noch funktioniert hatte, nämlich die Überzeugung zu bewahren, dass ich es nicht bräuchte, ging diesmal nur bis gestern gut.

Beim ersten Modell waren es das relativ hohe Gewicht sowie die fehlenden Kameras, die meinen Geldbeutel effektiv geschützt hatten.

Zwar hatte ich mir nach wiederholter Ansicht des Geräts in verschiedenen Elektronikmärkten stets gesagt, dass mir auch das neue iPad immer noch zu schwer sei, jedoch vermochte dieses Argument nicht mehr vollständig zu fruchten.

Allerdings hatte ich mir selbst die Bedingung gestellt, das Schicksal möge quasi über den Einzug eines iPads in mein Geek-Leben entscheiden: ich verbat es mir, mich auf Wartelisten für das Gerät setzen zu lassen. Stattdessen fragte ich, wann immer ich an einem passenden Händler vorbei kam, kurz mal nach, ob die begehrten Handhelds nicht zufällig in Scharen vorrätig seien.

Dieser Plan ging ob der hohen Nachfrage nach dem Teil auch recht lange auf: stets vertröstete man mich.

Einmal wurde es knapp: der Media Markt hatte ganze drei Stück vorrätig, allerdings nur die Modelle mit Mobilfunkanbindung, und da ich bereits über ein iPhone verfüge, welches ich, sollte ich tatsächlich einmal abseits eines WLANs mit dem iPad online gehen wollen, formidabel mit dem iPad koppeln kann, schieden diese Varianten aus.

Bis der Montag kam. Mein Sohn war mit dem Nachbarskind im Zoo und ich hatte ein paar Stunden frei. Also ging ich in die Stadt und zum Frisör. Dort zog ich eine Nummer und bekam einen Termin in 40 Minuten. Zeit genug also, um mal bei den üblichen Verdächtigen nach einem iPad zu sehen.

Und anders, als erwartet, lagen zwei weiße iPad 2 zu 32 GB Speicher beim Händler im Regal. Einfach so. Nicht vorgemerkt. Uff!

Ich musste wieder an die frische Luft – jetzt war es ernst. Eine letzte Chance bestand noch: während ich mir hier draußen meiner Entscheidung klar würde, könnte jemand anderes kommen und beide Geräte kaufen. Ich wäre aus dem Schneider.

Nach einer Weile kehrte ich zurück in den Laden. „Und, schon verkauft?“ fragte ich unsicher. Das Mädchen hinter dem Tresen sah gelangweilt vom ihrem MacBook auf. „Nein, beide noch da.“ sagte sie.

Der Rest ist Geschichte. Sie verlangte 1000 Mark.

Nun hab ich also doch so ein Ding und eigentlich noch gar nicht besonders viel Zeit gehabt, damit herumzuspielen – diese Mittagspause ist die erste Gelegenheit. Interessanter Eindruck bisher: im Geschäft hatte ich das iPad immer als überdimensioniertes iPhone wahrgenommen. Der Einsatz zuhause zeigt aber zunehmend die wirklich schönen Möglichkeiten, die so ein großer Touchscreen bietet. Und wenn’s nur das Tippen ist.

Außerdem erwähnenswert: die simulierte Anschlagsdynamik über den integrierten Beschleunigungssensor, wenn man zum Beispiel eine Klavier-App spielt, funktioniert tatsächlich.

Mehr unerträgliches Fanboy-Gerede in Kürze auf diesem Kanal.

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